In den letzten Jahrzehnten hat sich die Informationstechnologie durch ihre stetige Weiterentwicklung und aufgrund von zahlreichen Innovationen zu einer der entscheidenden Motoren für die Unternehmenswirtschaftlichkeit entwickelt. Ein erfolgreiches Management von IT-Projekten ist daher besonders wichtig.
IT-Projekte sind von ihrem Wesen her oftmals äußerst vielschichtig. Die Ursachen hierfür sind nicht nur in der permanent ansteigenden Komplexität von IT-Systemen zu finden, sondern auch in deren Verknüpfungen untereinander. Neben dem eigentlichen Projekt, beispielsweise der Migration einer Plattform, der Entwicklung einer Software-Anwendung oder auch dem Aufbau eines Webauftritts, spielen einerseits Kosten, Zeit und Qualität eine wichtige Rolle. Doch es gibt auch andere Faktoren, welche Einfluss auf den Verlauf und somit auch auf den Projekterfolg nehmen. Ihr Stellenwert wird jedoch – unseren Erfahrungen zufolge – allzu oft unterschätzt. In unserer Blogreihe “Projektmanagement” möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Arbeit und somit auch in das Projektmanagement gewähren – Feedback und Fragen sind natürlich herzlich willkommen.
Teil 1: Projekt und Projektmanagement
Projekte sowie deren Durchführung finden sich in vielen Bereichen wieder: Beispielsweise in der IT, der Architektur, der Luft- und Raumfahrt oder auch im Militär. Obwohl einige der genannten Gebiete zu den “jüngst” erschlossenen Territorien zählen, ist Projektmanagement keine Erfindung unserer Zeit. Im Grunde genommen wird es bereits seit Jahrhunderten praktiziert. Um diese These zu untermauern, werfen wir einen kleinen Blick auf die Definition beider Begriffe.
Allgemein betrachtet beschreibt ein Projekt, vom lat. proiacere ‘nach vorn werfen’, ein einmaliges Vorhaben. Anlass ist oftmals ein ineffektiver oder auch mangelhafter IST-Zustand. Ziel des Projekts ist es, durch bewusstes Auslösen und der Durchführung bestimmter Veränderungen einen vorher definierten SOLL-Zustand zu erzielen. Die Realisierung des Vorhabens erfolgt stets unter Berücksichtigung der drei Faktoren Kosten, Zeit und Qualität. Projektmanagement umfasst die Initiierung, Definition, Planung, Steuerung und den Abschluss eines Projekts. Hierzu zählen die Organisation, Koordination und Kontrolle des Vorhabens unter Zuhilfenahme bestimmter Techniken und Hilfsmittel.
Denken wir an den Bau der ersten Aquädukte oder der Pyramiden, führen uns bereits diese wenigen Charakteristiken unweigerlich zu der Annahme, dass zu Beginn der Zivilisation zumindest ein Ansatz des Projektmanagements vorhanden war. Seit den 50er Jahren, auch bekannt als Ära des modernen Projektmanagements, hat man begonnen spezifische Modelle, Techniken und Tools für die Planung und Umsetzung komplexer Projekte einzusetzen und diese weiterzuentwickeln. Dies führte zu einer Vielzahl von Ansätzen und Methoden, derer sich heutige Projektler bedienen. Allen gemeinsam ist jedoch die sorgfältige Berücksichtigung der drei obig genannten Faktoren sowie der Verantwortlichkeiten, Kompetenz und auch Autorität aller Projektbeteiligten und Stakeholder.
Da Speicher 210 weder Pyramiden baut noch Erfahrungen in der Weltraumfahrt besitzt, konzentrieren wir uns in den folgenden Blogeinträgen auf unser Spezialgebiet: Management von IT-Projekten. Wir freuen uns, Sie als Leser unseres nächsten Beitrags begrüßen zu dürfen. Er wird Ihnen einen kleinen Einblick in die Vorgehensmodelle geben. Zögern Sie nicht, uns Ihre Ideen und Fragen mitzuteilen – entweder nutzen Sie hierfür die Kommentarfunktion oder senden uns eine E-Mail an office@speicher210.de.
